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Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Postadresse
Universitätsstr. 1, 40225 Düsseldorf
Besucheradresse
Ulenbergstraße 127, 40225 Düsseldorf
Gebäude: 37.03
Etage/Raum: 3.16
Nordrhein-Westfalen Bundesrepublik Deutschland
https://www.sozwiss.hhu.de/institut/abteilungen/soziologie/soziologie-iv/bjarne-goldkuhle

Forschungsschwerpunkte

  • Rassismuskritik, Cultural- und Postcolonial Studies, Poststrukturalismus
  • Soziologie sozialer Ungleichheit

Beruflicher Werdegang

  • Seit 02/2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Seit 10/2018 wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie der Ruhr-Universität Bochum
  • 10/2017 – 09/2018: Tutor in der Sektion Soziologie der Ruhr-Universität Bochum
  • 10/2016 – 02/2020: Studium der Sozialwissenschaft (M.A.) an der Ruhr-Universität Bochum
  • 10/2011 – 09/2016: Studium der Soziologie (B. A.) an der Universität Duisburg-Essen

Forschung/Promotionsprojekt

  • Seit 03/2020: Theoretische Promotion
  • Erstbetreuer: Prof. Dr. Jürgen Straub
  • Zweitbetreuer: Prof. Dr. Karim Fereidooni (beide Ruhr-Universität Bochum)

Publikationen

  • 12/2020 (als Mitherausgeber): Straub, J., Plontke, S., & Goldkuhle, B. (Hrsg.) (2020): Hans Kilian. Gesammelte Schriften. Band 7: Politische Psychologie und politische Bildung. Gießen: Psychosozial.

Abstract Promotionsvorhaben

Das hier dargestellte Promotionsvorhaben verfolgt das Ziel, innerhalb der Rassismuskritik auftretende theoretische Widersprüche einerseits zu rekonstruieren sowie andererseits auf ihre theoretischen Ursprünge und ihre Vermeidbarkeit hin zu untersuchen. Da die z. T. divergenten Positionen unter dem Label „Rassismuskritik“ sich dennoch auf dieselben Referenztheorien berufen, werden zunächst zentrale Positionen der poststrukturalistischen Philosophie sowie der Cultural und Postcolonial Studies erläutert. Hierbei wird der Fokus auf den jeweiligen Fassungen von Identität und Differenz liegen, da diese auch in der Rassismuskritik zu den ‚Schlüsselbegriffen‘ zählen. Die Rassismuskritik selbst grenzt ihre Rassismus-Bestimmung explizit von Ansätzen der Vorurteilsforschung ab und rückt stattdessen die institutionelle Produktion von (ungleichen) Teilhabechancen in den Vordergrund. Dementsprechend wird bei ihrer Analyse besonders die zugrunde liegende Auffassung von Institutionen kritisch beleuchtet. Grundlage der logischen Analyse von Begriffsbestimmungen bildet die Hegelsche Begriffs- und Urteilslogik, wohingegen Vertreter_innen der Rassismuskritik eher einer Kantischen Erkenntniskritik nahestehen. Das Phänomen (institutioneller) Rassismus selbst wird dann aus materialistischer Perspektive als in die institutionelle Produktion sozialer Ungleichheit eingebettet begriffen. Mittels dieser Auffassung soll gewährleistet werden, potentiell rassistische Verhältnisse und Praktiken nicht auf die beteiligten Individuen (und deren ‚ethnischen Zugehörigkeiten‘) zu reduzieren. Stattdessen wird sich der jeweiligen Begründung jener institutionellen Verhältnisse und Praktiken gewidmet. Darauf aufbauend soll perspektivisch die Möglichkeit eines Rassismus-Begriffs diskutiert werden, der ohne den Bezug auf differente Identitäten auskommt.

Verantwortlichkeit: