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Dr. Matthias Begenat

Bitte stellen Sie sich kurz vor:

Mein Name ist Matthias Begenat und ich bin in der Wissenschaftskommunikation am Center for Advanced Internet Studies (CAIS) tätig. An der Heinrich-Heine-Universität habe ich den Masterstudiengang Politische Kommunikation absolviert und anschließend in der Kommunikationswissenschaft promoviert. Meine Promotion habe ich im Jahr 2015 abgeschlossen, mein Studium im Jahr 2009. Von 2010 bis 2015 war ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Sozialwissenschaften in der Abteilung für Kommunikations- und Medienwissenschaft beschäftigt.

 

Stellenbeschreibung:

 

Wo & was genau arbeiten Sie jetzt?

 

Seit 2017 leite ich die Wissenschaftskommunikation am Center for Advanced Internet Studies (CAIS). Das CAIS ist ein neues außeruniversitäres Forschungsinstitut, das sich mit den neuen Herausforderungen der Digitalisierung für die Gesellschaft befasst. Das CAIS befindet sich aktuell im Aufbau und wird bis 2023 schrittweise zu einem Institut mit insgesamt sieben Professuren, vier Forschungsprogrammen und über 80 Mitarbeiter:innen wachsen.

 

Was sind Ihre Aufgaben?

 

Meine Aufgaben in der Wissenschaftskommunikation sind sehr vielfältig. Grundsätzlich kümmern sich mein Team und ich, um die Kommunikation der Forschung der CAIS-Wissenschaftler:innen und des CAIS als Organisation insgesamt. Am CAIS reicht diese Arbeit von der Organisation und Durchführung verschiedener Veranstaltungsformate (z. B. öffentliche Dialogveranstaltungen oder kleine Formatreihen für Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft) über die Presse- und Medienarbeit bis hin zur Kommunikation über zahlreiche digitale Kanäle (etwa unsere Webseite, Social-Media-Kanäle oder unser CAISzeit-Podcast). Als Leiter der Wissenschaftskommunikation bin ich darüber hinaus verantwortlich für meine Mitarbeiter:innen, die Koordination von Arbeitsprozessen und für die strategische Planung der Kommunikation.

 

Gibt es Aufstiegschancen (auch ohne Master?); Ist ein Master / Promotion Voraussetzung für Ihre Stelle?:

 

Insgesamt sind die Aufstiegschancen innerhalb eines Forschungsinstituts relativ begrenzt. Ähnlich wie eine Universität orientiert sich auch das CAIS am Tarifvertrag der Länder (TV-L). Im wissenschaftlichen Bereich gibt es vor allem Stellen für Doktoranden und Post-Docs, die meist in den Forschungsprogrammen arbeiten. Da sich die Programme nach einigen Jahren neu formieren und anderen Themen zuwenden, ist ein persönlicher Aufstieg eher unwahrscheinlich. In Aufgabenbereichen, die nicht direkt der Forschung zuzurechnen sind (wie z. B. die Kommunikation), gibt es zwar mehr Möglichkeiten, sie sind aber – auch durch die Größe der Organisation – dennoch begrenzt. Nach meiner Einschätzung sollte der Blick aber nicht zu eng auf Gehaltsstufen beschränkt sein. Eine hohe Arbeitszufriedenheit, die durch eigenverantwortliches Arbeiten, große Gestaltungsmöglichkeiten und kleine gut organisierte Teams gefördert wird, ist nicht zu verachten.

 

Für eine Leitungsfunktion ist ein Masterabschluss mit Sicherheit eine Voraussetzung. Die Promotion ist es zwar nicht unbedingt, die gemachten Erfahrungen und Kenntnisse helfen im Arbeitsalltag aber enorm.

 

Rückblick & Bezug zum Studium:

 

Welche Studieninhalte / Vorlesungen können Sie für Ihre Tätigkeit besonders empfehlen/ was waren die hilfreichsten? Welche Kompetenzen konnten Sie aus dem Studium anwenden?

 

Zum einen sind es sehr grundsätzliche Dinge, die gerade ein sozialwissenschaftliches Studium fördert, und die in meiner Tätigkeit in der Wissenschaftskommunikation wichtig sind: Die Fähigkeit strukturiert zu denken, Themen über Lektüre und Recherche in ihrer Breite und Tiefe (zumindest potenziell) durchdringen zu können oder Methodenkenntnisse helfen mir dabei, die wissenschaftlichen Inhalte zu erfassen, die wir verständlich und anschaulich nach außen tragen wollen.

In vielen Situationen sind es aber auch sehr spezifische Studieninhalte, auf die ich mit Gewinn zurückgreifen kann (willkürlich gewählte Beispiele wären etwa Kenntnisse über das politische System oder das Mediensystem oder die Medienregulierung oder auch über unterschiedliche Wahlkampagnen oder vieles andere, das im Sowi-Studium behandelt wird). Besonders hervorzuheben ist sicherlich die Möglichkeit, im DFPK-Team Erfahrungen bei der Organisation einer wissenschaftlichen Tagung zu sammeln.

 

Worauf sollte man für die Ausübung Ihres Berufes Fokus legen während des Studiums?

 

Wahrscheinlich erzähle ich hier nichts Neues, aber die Initiative sich auch während des Studiums mit Inhalten, Strukturen und Abläufen jenseits der Universität ganz praktisch zu beschäftigen, ist wertvoll und kaum zu ersetzen. Dies kann über Praktika oder Nebenjobs passieren, aber auch über ehrenamtliches Engagement und manchmal bestimmt auch über persönliche Interessen oder Freizeitaktivitäten. Dabei denke ich persönlich nicht, dass die Stationen und Erfahrungen von Anfang an und auf Jahre hin strategisch geplant sein müssen. Auch ein weiter gedanklicher Horizont hilft.

 

Gibt es viele Sozialwissenschaftler, die dort arbeiten?

 

Ja, im CAIS insgesamt gibt es sowohl in unserer Forschung als auch unter unseren nicht-forschenden Mitarbeiter:innen zahlreiche Personen, die aus den Sozialwissenschaften kommen. Im Team der Wissenschaftskommunikation (studentische Hilfskräfte mit eingeschlossen) sind es meist Personen, die einen Hintergrund in der Kommunikations- und Medienwissenschaft oder in ähnlichen Studiengängen haben.

 

Sind Sie rückblickend zufrieden für Ihre Tätigkeit Sozialwissenschaften studiert zu haben?

 

Ein lautes, klares und eindeutiges „Ja“. Für meine Tätigkeit bildet das Studium und die Promotion in den Sozialwissenschaften (mit dem klaren Fokus auf die Kommunikationswissenschaft) ein sehr gutes Fundament.

 

Verantwortlichkeit: