Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0
Beobachtung der Meinung über Künstliche Intelligenz in Öffentlichkeit und Arbeitswelt
Wie wandelt sich das Arbeitsleben durch KI? Wer begrüßt neue Formen der Zusammenarbeit mit KI? Wer fühlt sich durch KI bedroht? Wie unterscheiden sich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in ihren Meinungen und Einstellungen gegenüber KI?
Das Projekt
Der Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0 (MeMo:KI) erfasst die öffentliche Meinung zum Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) in der deutschen Bevölkerung. Auf Basis halbjährlicher repräsentativer Umfragen wird ein kontinuierliches Meinungsbild rund um die Anwendung von KI insbesondere im Kontext der Arbeit bereitgestellt, welches im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz als Datenbasis dienen kann. Der Interessensschwerpunkt des Projekts liegt auf der Transformation der Arbeitswelt durch KI und der Bewertung dieses Prozesses durch die davon betroffene arbeitende Bevölkerung. Es werden die Perspektiven von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, Management und Angestellten mit ausführenden Tätigkeiten, aber auch die Sichtweisen von Angehörigen verschiedener Branchen und Personen mit unterschiedlichen Tätigkeitstypen erfasst und so eine umfassende und vergleichbare Übersicht der deutschen Arbeitswelt geboten.
Monitoring der Bevölkerungsmeinung zu KI
Die Einstellungen und Meinungen zu künstlicher Intelligenz werden auf Basis eines langfristigen Monitorings erfasst. Dafür wird halbjährlich ein repräsentatives Querschnitts-Monitoring von rund 1.600 Personen durchgeführt, so dass sich Trends erkennen lassen. Die Ergebnisse des Monitorings können im Dashboard betrachtet werden. Ebenfalls enthalten sind die Ergebnisse aus Vorgängerprojekten.
Neben dem halbjährlichen Monitoring werden zwei vertiefende Sonderstudien durchgeführt, die zusätzliche Einblicke in die Ergebnisse des Monitorings ermöglichen. Die erste Sonderstudie, die KI-Milieu-Analyse (2025), untersucht, wie Meinungen zu KI und Kompetenzen im Umgang mit ihr in unterschiedlichen soziokulturellen Teilgruppen der Gesellschaft variieren. Die zweite Studie, ein Conjoint-Survey-Experiment (2026), zielt darauf ab, verschiedene Design-Anforderungen für eine sozialverträgliche Einführung von KI am Arbeitsplatz zu identifizieren und deren Gewichtung aus Sicht der Betroffenen zu bestimmen.
Dashboard
Förderung
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und ist dort in der Abteilung Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft angesiedelt.
Vorgängerprojekte in Kooperation mit dem Center for Advanced Internet Studies (CAIS):
01.04.2021 – 30.08.2024: Stiftung Mercator
01.01.2020 – 31.03.2021: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW
Factsheets
Wie verändern sich Einstellungen, Nutzung und Regulierungsanforderungen nach dem KI-Aufmerksamkeitsanstieg?
Die dritte Befragungswelle des Monitors Digitale Arbeitsgesellschaft Anfang 2026 zeigt, dass sich die zuvor gestiegene Aufmerksamkeit für KI wieder abschwächt und viele Einstellungen auf einem mittleren Niveau stabilisieren. Gleichzeitig nehmen Vorbehalte gegenüber bestimmten Einsatzfeldern zu, insbesondere in sicherheits- und politiknahen Bereichen. In der Arbeitswelt bleibt die Nutzung auf hohem Niveau bestehen, ohne dass grundlegende Veränderungen von Tätigkeitsanforderungen berichtet werden, während Sorgen über mögliche Auswirkungen auf Arbeit insgesamt weiterhin verbreitet sind. Erstmals rückt zudem der wahrgenommene staatliche Handlungsbedarf in den Fokus: Während Eingriffe bei arbeitsmarktbezogenen Folgen breite Zustimmung finden, werden wirtschaftliche und steuerliche Maßnahmen deutlich ambivalenter bewertet. Welche Entwicklungen sich im Vergleich zu den ersten beiden Erhebungen zeigen, analysiert der Kurzbericht des Meinungsmonitors Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] auf Basis einer repräsentativen Befragung.
Wie häufig nutzen Erwerbstätige in verschiedenen Berufen Künstliche Intelligenz und wie beeinflusst dies ihre KI-Einstellungen?
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt ist bislang ungleich verteilt. Während einige Erwerbsgruppen KI bereits regelmäßig einsetzen, kommt ein großer Teil der Erwerbstätigen bislang nur selten oder gar nicht mit entsprechenden Anwendungen in Kontakt. Besonders häufig wird KI von höher qualifizierten und technisch orientierten Berufsgruppen genutzt. Deutlich geringere Nutzungsraten finden sich dagegen in Erwerbsklassen mit stärker standardisierten Tätigkeitsprofilen, etwa bei qualifizierten Arbeitern, Fachkräften im Dienstleistungsbereich oder kaufmännischen Angestellten. Der Kurzbericht des Meinungsmonitors Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] zeigt zudem, dass häufigere Nutzung mit höherer subjektiver KI-Kompetenz, positiveren Einstellungen gegenüber KI am Arbeitsplatz und geringeren emotionalen Vorbehalten gegenüber ihrer Einführung einhergeht. Die Ergebnisse machen deutlich, dass KI in der Arbeitswelt bislang keineswegs flächendeckend verbreitet ist und dass berufliche Position, Qualifikation und Nutzungserfahrung entscheidend dafür sind, wie KI wahrgenommen und bewertet wird.
Welchen Einfluss nehmen Beruf und Qualifikation auf KI-Einstellungen und Nutzung?
Ob Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz als Chance, Risiko oder Belastung wahrgenommen wird, unterscheidet sich deutlich zwischen verschiedenen Erwerbsklassen. Während höher qualifizierte und technisch orientierte Gruppen KI überwiegend positiv bewerten und größere Nutzenpotenziale sehen, reagieren andere Erwerbsklassen ambivalenter und äußern häufiger Sorgen, etwa mit Blick auf Datenschutz, soziale Beziehungen oder Ersetzbarkeit. Wie stark berufliche Position, Arbeitslogik und Qualifikation die Wahrnehmung von KI prägen, zeigt der Kurzbericht des Meinungsmonitors Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] auf Basis einer differenzierten Segmentierungsstudie.
Wie beeinflussen steigende Informiertheit und Nutzung die Bewertung von KI in der Arbeitswelt?
Die zweite Befragungswelle des Monitors Digitale Arbeitsgesellschaft im Juli 2025 zeigt, dass die Einstellungen gegenüber KI weiterhin ambivalent bleiben, sich jedoch spürbar in Richtung größerer Informiertheit, differenzierter Bewertungen und steigender Akzeptanz verschieben – insbesondere unter Erwerbstätigen. Mit der deutlich zunehmenden Nutzung, vor allem generativer KI, und ihrem Einsatz für komplexere und kreative Aufgaben wird KI häufiger als unterstützendes Arbeitsmittel und teilweise als kollegiale Hilfe wahrgenommen. Welche Entwicklungen sich im Vergleich zur ersten Erhebung abzeichnen und wie sich Nutzung, Bewertungen und Unsicherheiten verändern, analysiert der Kurzbericht des Meinungsmonitors Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] auf Basis einer repräsentativen Befragung.
Wie bewerten Erwerbstätige Künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag? Und wie verbreitet ist die Nutzung von KI am Arbeitsplatz bereits?
Zwischen Interesse, Ambivalenz und Unsicherheit zeigen die Ergebnisse der ersten Befragungswelle des Monitors Digitale Arbeitsgesellschaft zu Beginn des Jahres 2025, dass Erwerbstätige KI zwar zunehmend nutzen und ihr Entlastungspotenziale zuschreiben, zugleich aber kritische Auswirkungen etwa auf Datenschutz, soziale Kontakte und Mitbestimmung wahrnehmen. Welche Einstellungen dabei überwiegen, wo Unsicherheiten bestehen und wie Nutzung und Bewertung von KI aktuell ausfallen, analysiert der Kurzbericht des Meinungsmonitors Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] auf Grundlage einer repräsentativen Befragung.
Ist ChatGPT ein Katalysator für technokratische Einstellungen?
Die öffentliche Debatte über ChatGPT dreht sich sowohl um das Potenzial des Tools als auch um die Kritik an seinen verschiedenen Fehlfunktionen. Wie sich KI-Technologien wie ChatGPT jedoch auf unsere politischen Einstellungen auswirken, ist bisher wenig diskutiert. Dieser Frage widmet sich der Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz in der vorliegenden Studie.
Link zum Factsheet
Haben langfristige Werte von Menschen einen Einfluss auf die Einstellung zu KI? Beeinflussen diese Werte die Nutzung von KI-Anwendungen wie ChatGPT?
Langfristige Wertvorstellungen prägen die Entscheidungsfindung und das Verhalten von Individuen maßgeblich. Ob und wie spezifische Wertvorstellungen die Akzeptanz von KI und die Bereitschaft zur Nutzung von KI-Anwendungen wie ChatGPT beeinflussen, adressiert der Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] in einer aktuellen Umfrage.
Wie bekannt ist ChatGPT in der deutschen Bevölkerung und wie wird er bewertet?
In einer Umfrage des Meinungsmonitors Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] wurde die deutsche Bevölkerung im Januar und März 2023 zur Kenntnis, Nutzung und Bewertung des KI-Sprachmodells befragt.
Was denkt die deutsche Bevölkerung über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Energiebereich?
In welchen Anwendungsbereichen sich die Bevölkerung KI-Systeme wünscht und ob die Wahrnehmung der Energiekrise diese Akzeptanz beeinflusst, untersucht der Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] in einer aktuellen Umfrage.
Was denkt die deutsche Bevölkerung über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kunst?
In einer aktuellen Umfrage des Meinungsmonitors Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] wurde die deutsche Bevölkerung zu ihrer Wahrnehmung des Themas Künstliche Intelligenz im Bereich der Kunst befragt.
Eine Themenanalyse der deutschen Medienberichterstattung über Künstliche Intelligenz
Die deutsche Medienberichterstattung über KI gliedert sich in 25 Themen auf. Diese sind zwar breit gefächert, es dominiert aber eine wirtschaftliche Perspektive auf KI. Der thematische Fokus unterscheidet sich dabei zwischen Mediengattungen. Darüber hinaus ist die Berichterstattung stark anlassgetrieben.
Wie nimmt die Bevölkerung den ökologischen Fußabdruck von KI wahr?
KI wird eher als Lösung des Problems gesehen. Insgesamt deuten die Zahlen auf eine weit verbreitete Unkenntnis zum Zusammenhang von KI und ökologischer Nachhaltigkeit hin. Die Einhaltung ökologischer Ziele wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden.
Was denkt die Bevölkerung über den Einsatz algorithmischer Empfehlungssysteme?
In vielen Anwendungsbereichen werden algorithmische Empfehlungssysteme als nützlich wahrgenommen. 67 Prozent der Befragten halten algorithmische Empfehlungssysteme allerdings für gar nicht oder nur wenig vertrauenswürdig. Die Verwendung personenbezogener Daten sehen die Befragten sehr kritisch.
Wie nimmt die Bevölkerung den Einfluss von KI auf die Zukunft des Journalismus wahr?
Der Einsatz von KI in journalistischen Redaktionen wird sehr kritisch betrachtet. Es wird kaum Verbesserung von journalistischer Qualität vermutet. Viele Bürger:innen sprechen sich für eine starke Regulierung von KI im Journalismus aus. Trotz des kritischen Urteils, erwarten die Bürger:innen, dass KI einige journalistische Aufgaben besser ausführen können als Journalist:innen.
Wie nimmt die Bevölkerung den Einfluss von KI auf die Zukunft der Arbeitswelt wahr?
KI werden Chancen hinsichtlich des Arbeitsschutzes, der Anforderungen an notwendige Kompetenzen und der Arbeitsbelastung eingeräumt. Der Umgang mit Daten, die Pflege von sozialen Kontakten, das Einkommen oder Mitbestimmungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz könnten aus Sicht der Befragten unter einer Einführung von KI leiden.
Wie nimmt die Bevölkerung eine mögliche Gefahr der Diskriminierung durch KI wahr?
Diskriminierung durch Künstliche Intelligenz wird in der Bevölkerung allgemein nur als mäßiges Risiko wahrgenommen. Wenn es jedoch um negative wirtschaftliche Konsequenzen geht, wird der Einsatz von KI eher kritisch betrachtet. Viele Bürger:innen wünschen sich eine stärkere Regulierung von KI.
Was denkt die deutsche Bevölkerung über den Einsatz von KI zur Bekämpfung der Corona-Pandemie?
Bürger:innen differenzieren zwischen verschiedenen KI-Anwendungen. Insgesamt sind die Zustimmungswerte bei den meisten Anwendungen höher als für einen allgemeinen Einsatz von KI im Gesundheitswesen. KI-Anwendungen mit individuell zurechenbaren und existenziellen Folgen erfahren hingegen eine niedrigere Zustimmung.
Projektteam
Projektleitung
Professor für Politische Kommunikation
KMW I | Institut für Sozialwissenschaften | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Ko-Projektleitung - Wissenschaftlicher Mitarbeiter
KMW I | Institut für Sozialwissenschaften | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
KMW I | Institut für Sozialwissenschaften | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
KMW I | Institut für Sozialwissenschaften | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Wissenschaftliche Hilfskraft
KMW I | Institut für Sozialwissenschaften | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Wissenschaftliche Hilfskraft
KMW I | Institut für Sozialwissenschaften | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf